Der Berg Erciyes (türk. Erciyes Dağı) ist ein 3.916 m hoher ruhender Vulkan in der Türkei. Er liegt 25 km südlich von Kayseri in der türkischen Landschaft Kappadokien. Der Berg ist ein Symbol von Stadt Kayseri. Er überragt die etwa 1000 m hoch liegende Stadt um 2900 m. In diesem trockenen Gebiet sorgt der Erciyes für ein mehr als 1000 km² großes fruchtbares Land. Am Fuß des Berges kann man auf die Zelte von Halbnomaden treffen.
Der antike Name des Erciyes Dağı war Argaeus. Der Geograph Strabon berichtete in seiner Schilderung der Umgebung von Caesarea (Kayseri) von Ebenen, die mit Feuergruben übersät waren, wo nachts die Flammen aus dem Boden brachen. Laut Strabon gab es noch zu seiner Zeit (54 v. Chr. bis 19 n. Chr.) schwefelhaltige heiße Wasserdämpfe am Erciyes Dağı.
Die berühmten und einmaligen Tuffsteinlandschaften bzw. Mondlandschaften von Göreme in Kappadokien mit ihren typischen Felskegeln – von den Einheimischen „Feenkamine“ genannt – sind vorwiegend durch die Ausbrüche des Erciyes und zum Teil auch des Hasan Dağı (nahe Aksaray) entstanden.
Die Erstbesteigung erfolgte durch William John Hamilton im Jahre 1837. Von Osten her lässt sich der Berg verhältnismäßig leicht besteigen. Lediglich in der Partie des Gipfelkammes - auch im Hochsommer verschneit - empfiehlt sich für kurze Streckenabschnitte Seilsicherung.
Der Erciyes ist ein wichtiges Wintersport- und Skigebiet. Es gibt für türkische Verhältnisse gute Skimöglichkeiten, die man aber mit europäischen Standards nicht vergleichen sollte.